Talentwettbewerbe für Kids
Große Kulleraugen und schüchternes Auftreten, aber meist eine erstaunliche Stimme, das haben die Kids, die jährlich beim Kiddy Contest auftreten so an sich.
Musik-Casting- bzw. Talenteshows stehen ja schon seit einigen Jahren beim Fernsehpublikum hoch im Kurs. Dass aber nun vermehrt Kinder, sogar zur „Prime-Time“, den Bildschirm erobern, ist eine eher neuere Erscheinung.
Der Wunsch nach Ruhm und Erfolg hat nun auch schon die Jüngsten eingeholt. Und dafür wird auch eine Menge getan. Sing-Star, High-School-Musical, VIVA und MTV bestimmen praktisch das Leben dieser Kids. Man muss ja schließlich auf dem Laufenden sein und seinen Gesang, aber natürlich auch sein Styling verbessern, um sich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, verkaufen zu können.
Talentwettbewerbe sind der erste Schritt zur Erfüllung dieses Traumes, selbst einmal ein Star zu werden. Schließlich hat der Kiddy Contest ja schon viele Künstler hervorgebracht: Vera Böhnisch, Michelle Luttenberger von LuttenbergerKlug, Mandy Capristo von Monrose und Christina Klein, die jetzige LaFee.
Wie aber gehen Kinder damit um, wenn sich dieser Traum nicht erfüllt, was wohl eher die Regel ist? Für Kinder deren Selbstwertgefühl noch nicht so ausgeprägt ist, bricht wahrscheinlich eine Welt zusammen. Deshalb ist es wichtig, dass die Eltern mit ihren Kindern darüber reden. Ihnen klar machen, dass sie etwas Besonderes sind, egal ob sie als Gewinner oder als Verlierer aus diesem Wettbewerb hervorgehen. Mit Enttäuschungen umgehen zu können, ist ein wichtiger Lernschritt für unser Leben. Und ein ganz normales Leben zu führen, hat immerhin auch seine Vorteile. Schon in der Kindheit von Paparazzis umgeben zu sein, von ihnen vielleicht gejagt zu werden, ist sicher nur vorübergehend lustig.
Als abschreckendstes Beispiel für eine versäumte bzw. entzogene Kindheit und Jugend steht wohl Britney Spears an Platz Nummer eins. Kaum ein Mädchen ist die Karriere-Leiter so schnell nach oben gestiegen und wieder so tief gefallen. Schon als Kind machte sie bei diversen Talentwettbewerben mit, moderierte den amerikanischen „Mickey Mouse Club“, wurde zum Pop-Sternchen – und schließlich mit 26 Jahren entmündigt. Ihre Mutter, die sie auf diese Karriere hin trimmte, trug wohl ihr Wesentliches dazu bei.
Besser trafen es da ihre Gesangskollegen Christina Aquilera und Justin Timberlake, die einen ähnlichen Werdegang hatten, deren Erfolg aber bis heute anhält.
So bleibt nur zu sagen: Alles hat und braucht seine Zeit! Für Kinder, die freiwillig und aus Spaß an Talentwettbewerben teilnehmen, die die ganze Sache nicht allzu ernst nehmen und in ihrer Familie Geborgenheit finden, besteht keine Gefahr. Für sie ist es möglicherweise wirklich ein Schritt in ihre spätere berufliche Zukunft. Viel Glück dabei!
Das Finale des Kiddy Contest 2008 findet übrigens am 1. November statt. Die Bewerbungen für das Casting laufen noch bis 14. August!














